Entomophagie

Insekten zu essen hat in der westlichen Welt, jenseits von Abenteuerlust und einem gewissen „Fun-Faktor“, noch keinen Platz gefunden. Dabei sind Insekten als Nahrungsmittel hervorragend geeignet. Sie bieten neben weiteren wichtigen Nährstoffen einen enormen Proteingehalt, brauchen nur einen Bruchteil der Ressourcen im Vergleich zum klassischen Protein aus Schwein, Rind und Geflügel um auf dasselbe Mengenerzeugnis zu kommen und sind ohne Probleme auf engstem Raum zu züchten. Aber wie lassen sich diese Vorteile tatsächlich in die Konsumgewohnheiten der europäischen Bevölkerung manifestieren?
 

nufohu tut dies, indem das junge Start Up Grillen zu neuartigen Lebensmitteln verarbeitet. Hierzu stellen wir Sportlernahrung und Superfood auf Basis von Insektenprotein her. Abseits der klassischen Proteinzufuhr, bieten wir somit eine innovative, nachhaltige und gesunde Lösung an, denn der Verzehr von Insekten, die sogenannte Entomophagie, bringt enorme ökologische Vorteile im Gegensatz zur tierischen Proteinzufuhr mit sich, welche an die Massentierhaltung und den Verzehr von Fleisch gekoppelt ist.

Massentierhaltung – Verseuchung von Grundwasser – Zerstörung des Regenwaldes – Zivilisationskrankheiten

Dies sind weitreichende Folgen, welche die exzessive Fleischproduktion mit sich bringt. Und dabei sind noch bei weitem nicht alle genannt. In den vergangenen 50 Jahren ist die globale Fleischproduktion von 78 auf 308 Millionen Tonnen gestiegen. Die FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen), geht von einem Anstieg auf 455 Millionen Tonnen bis 2050 aus, mit weitreichenden Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Während der Fleischkonsum in Deutschland langsam wieder zurückgeht, sind vor allem die Schwellenländer der Grund für die weltweit rasant ansteigende Nachfrage nach Fleisch. Trotzdem isst jeder Bundesbürger durchschnittlich 60 Kilogramm Fleisch pro Jahr. Die Landwirtschaft – weltweit wie auch in Deutschland – ist eine wesentliche Ursache der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung. Sie ist für den Großteil der Treibhausgase Lachgas und Methan verantwortlich, welche weitaus schädlicher für das Klima sind als Kohlendioxid (CO2). Gleichzeitig warnt ein Bericht der Welt-Ökologie-Stiftung vor einer Verknappung von Lebensmitteln im Jahr 2020, sollte der CO2-Eintrag in die Atmosphäre im bisherigen Maße weitergehen. So werde die mittlere Temperatur im Jahr 2020 um 2,4 Grad Celsius höher sein als zur vorindustriellen Zeit. Vergleicht man also die Aufzucht von Insekten, in unserem Fall die der Grillen mit der Aufzucht von Rindern, deren Molkenprotein die Basis für die klassische Sportlernahrung bildet, so werden die folgenden Unterschiede deutlich.

Grillen verbrauchen nur 8% der Landfläche im gegenüber Rindern, produzieren weniger als 1% der Treibhausgase und benötigen weniger als 2% des Wassers im Vergleich zur Rinderzucht. Auch im Hinblick auf die Verwertung des Futters, werden enorme Unterschiede deutlich. 2kg Futter sind notwendig um 1 Kilogramm Grillen zu erzeugen. Bei Rindern liegt dieses Verhältnis bei 25 zu 1.

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